Wäre die (ohne den riesigen umliegenden Ballungsraum gerechnete) 3 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Argentiniens nicht unweigerlich auf unserem Weg in den Norden gelegen, hätten wir mangels unserer Großstadtaffinität hier vermutlich gar nicht vorbeigesehen. Neben einiger positiver Berichte hatten wir gehört, Buenos Aires sei teuer und gefährlich, und die eher mittelmäßigen Sehenswürdigkeiten weit über die Stadt verteilt, was Sightseeing aufwändig machte. Aber nachdem wir schon mal hier durch mussten, wollten wir auch dieser Stadt eine faire Chance geben und planten ein paar Tage ein.
Wie so oft bei einer niedrigen Erwartungshaltung wurden wir äußerst positiv überrascht, und zwar genau genommen in jeglicher Hinsicht: Wir fühlten uns in Buenos Aires eigentlich immer sicher, hatten in 3 Tagen alle touristisch relevanten Viertel gemütlich zu Fuß abgeklappert und viel Geld gaben wir auch nicht aus. Unser Hostel war unverschämt günstig, die Manager dafür außerordentlich herzlich und hilfsbereit. Wir schliefen morgens lang, gingen jeden Tag gut essen, gönnten uns auf unseren ausgedehnten Streifzügen durch die Stadt zahlreiche Kaffeepausen und abends öfters ein Gläschen Malbec aus Mendoza. Und das alles in Sommerkleidung, herrlich nach der patagonischen Kälte (fand zumindest Sonja, während Klaus sich ob der anstrengend hohen Luftfeuchtigkeit noch oftmals in den Süden zurückwünschte).
Dass Buenos Aires über keine wirklich herausragenden Sehenswürdigkeiten verfügt stimmt, aber es ist die Atmosphäre der Stadt, die sie so besonders macht, das Leben auf den Straßen, die Märkte, die Menschen.
Zu unserem großen Glück fand während unseres Aufenthalts auch noch das jährliche Tangofestival statt. Überall in der Innenstadt wurden Bühnen aufgebaut und abends gab es kostenlose Tangokonzerte und Tanzvorführungen.
Alles in allem hatten wir also fünf geniale Tage in Buenos Aires und wäre der Flug nach Iguazu nicht schon gebucht gewesen, wir wären auch gerne noch ein paar Tage länger geblieben.

Der Tango - Argentiniens Nationaltanz - ist in Buenos Aires allgegenwärtig, vor allem zur Zeit des Tangofestivals.

Dieser Park besteht eigentlich nur aus einem einzigen Baum, der dafür im Durchmesser samt Wurzelwerk unglaubliche Ausmaße hat.




Wenn Ihr so eifrig weiter macht, seid Ihr ja bald a´jour.
Beide Beiträge und Fotos gut erzählt bzw. aufgenommen.
LG M/G